Die Definition eines einzigen Verbindungsschemas erfolgt über eine Standardisierung. In einem solchen Standard werden neben den mechanischen und elektrotechnischen Eigenschaften auch die Regeln für die Funktionsabläufe zwischen den Busteilnehmern (sie werden auch in Primary vormals "Master" und Secondary vormals "Slave" differenziert) beschrieben.

Primaries initieren und leiten eine Kommunikation auf dem Bus. Secondaries folgen ausschließlich den Kommandos und reagieren indem sie Daten entweder annehmen (Listener) oder liefern (Talker). Die alten Bezeichnungen Master und Slave sollten nicht mehr verwendet werden.

Die Regeln, auch Busprotokolle genannt, legen die Bussignale, ihr Zeitverhalten (Timing) und ihr Zusammenwirken fest und dienen damit einer Anpassung unterschiedlicher Komponenten an einen Kommunikationskanal (Bus) sowohl auf logischer als auch elektrischer Seite.

Zur Umsetzung dieser Regeln benötigen die einzelnen Buskomponenten Steuereinheiten, um Funktionen wie:

  • Datenübertragung/-steuerung zwischen Stationen, die Primary oder Secondary sein können; Abwicklung der eigentlichen Datenübertragung, wobei der Teilnehmer senden (Talker) oder empfangen (Listener) kann.

  • Interruptverwaltung (Priorisierung, Datenbusanforderung über Interrupt-Handler etc.)

  • Busarbitration (Busvergabe); möchten Stationen (als Primary) Kontrolle über den Bus erhalten, muss die Buskontrolle von einem Arbiter vergeben werden;

  • Hilfsfunktionen (z.B. Stromversorgung, Taktversorgung, Systeminitialisierung, etc.)

zu realisieren.

Busfunktionen

Busfunktionen


Das Minimum an Funktionen, die ein Teilnehmer beherrschen muss, ist die Datenübertragungssteuerung und Talker- die bzw. Listener-Funktion. Soll ein Teilnehmer Primary sein, muss er noch die Fähigkeit der Busanforderung besitzen. Der Rest ist optional.
Lokale Funktionen müssen in jedem Teilnehmer einzelnen vorhanden sein.



Last modified: Tuesday, 7 June 2022, 11:41 AM