Die IP-Adressen müssen den Netzwerkschnittstellen der Geräte im Netzwerk eindeutig identifizieren.

Man unterscheidet dabei statische und automatisch zugewiesene bzw. dynamische IP-Adressen:

Statische IP-Adressen

Statische IP-Adressen werden manuell vergeben und bleiben so für ein Gerät stets unverändert.
Das ist u.a. unerlässlich, wenn man von außen auf einen bestimmten Rechner im Intranet zugreifen möchte (z.B. VPN) und eine Port-Weiterleitung dafür eingerichtet wird. (s. Exkurs: TCP/IP-Ports)

Vor 1993 mussten alle IP-Adressen von der Netzwerkadministration am jeweiligen Geräte-Software manuell fest eingestellt werden. Alle IP-Adressen waren damit statisch.

Beim Raspberry Pi kann dies heute folgendermaßen gemacht werden:
(Nur Lesen! Warten Sie noch mit der Konfiguration! Weiter unten wird ein anderer Weg mit Hilfe des Routers aufgezeigt.)

Editieren Sie die Datei /etc/dhcpcd.conf

sudo nano /etc/dhcpcd.conf

Beispielsweise werden dort folgende Einträge gemacht:

interface eth0
static ip_address=192.168.178.12/24
static routers=192.168.178.1
static domain_name_servers=192.168.178.1

interface eth0 legt die Ethernet-Schnittstelle fest, für die die IP-Adresse gelten soll. interface wlan0 würde die WLAN-Schnittstelle spezifizieren.
Mit static ip_adress=.. folgt  die Festlegung der statischen IP-Adresse mit Angabe der Netzmaske.
Die IP-Adresse des Routers und des DNS-Servers (läuft normalerweise auch auf dem Router) muss außerdem angegeben werden.

Das ist bei mehreren Geräten viel Arbeit und natürlich können dabei leicht Fehler passieren und IP-Adressen versehentlich z.B. doppelt vergeben werden. Das führt dazu, dass keines der betroffenen Geräte mehr mit TCP/IP erreichbar ist.

Heutzutage muss die statische IP-Adresse dabei in einem freien Bereich liegen. Sonst könnte ein DHCP-Server diese IP-Adresse möglicherweise doch noch automatisch an ein zweites Gerät vergeben.


Dynamische IP-Adressen

DHCP-Server

Mit einem DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) können die Netzwerkeinstellungen und IP-Adressen im ganzen Netzwerk zentral administriert werden. Jedes im Netzwerk angeschlossene Gerät, sei es ein Computer, Smartphone oder Tablet, lässt sich bei der Netzwerkanmeldung als DHCP-Client eine eindeutige IP-Adresse zuweisen.

Ein DHCP-Server läuft auch dem Router im privaten Netzwerk (z.B. Fritzbox). Betrachten wird zunächst der den freien IP-Adressbereich und den für die dynamische IP-Adressvergabe reservierten Bereich:

Beispiel einer IPv4-Konfiguration am DHCP-Server eines Routers

Beispiel einer IPv4-Konfiguration am DHCP-Server eines Routers

Dynamische Adressvergabe durch den DHCP-Server

Dynamische Adressvergabe durch den DHCP-Server

Der DHCP-Server ist aktiviert, d.h. die IP-Adressen werden automatisch vergeben. Dazu werden die IP-Adressen dynamisch nach 10 Tagen neu vergeben. Dieser dynamische IPv4-Adressbereich, sog. Lease reicht hier von 192.168.178.20 bis 192.168.178.200 (Standardeinstellung der Fritzbox).

Neben der allgemeinen Netzkonfiguration und dem IP-Adresseintrag des DNS-Servers muss nichts weiter eingestellt werden.

Die IP-Adressen werden nun standardmäßig dynamisch vergeben lassen sich aber auch über den DHCP-Server manuell und statisch einstellen:

Dynamisch zugewiesene IP-Adresse ändern

Dynamisch zugewiesene IP-Adressen ändern

Die IP-Adresse von "piEick" wurde dynamisch zugewiesen und lautet: 192.168.178.53

Statische IP-Adresse mit dem Router konfigurieren

Durch einen Klick auf das Stift-Symbol lässt sie sich ändern:

Festlegen einer statischen IP-Adresse
Festlegen einer statischen IP-Adresse

Der Raspberry Pi wird besser mit

sudo reboot

noch neugestartet.

Die statische IP-Adresse muss mit einem Häkchen als "immer gleich" spezifiziert werden. Sie lautet nun 192.168.178.12 und ist aus dem freien, nicht dynamisch vergebenen IP-Adressbereich.


Last modified: Friday, 24 March 2023, 8:41 AM