Das Wasserfallmodell (sequentielle Vorgehensweise) wurde aus dem Bau- bzw. Produktionsprozess übernommen.

Die einzelnen Phasen sind relativ streng getrennt, da z.B. beim Bau einer Brücke spätere Änderungen teuer oder unmöglich sind. Erst nach einer ausführlichen Analyse- u. Pla­nungsphase erfolgt die Codierung.

Wasserfallmodell

Abbildung 1: Wasserfallmodell (graph. Darst. errinnert an Wasserkaskaden)

Die einzelnen Phasen können z.B. wie folgt definiert sein:

  1. Planung (Lastenheft, Projektplan und -kalkulation) (engl. Systems Engineering)

  2. Definition (Pflichtenheft, Produktmodell, GUI-Modell und evtl. schon Benutzerhand­buch) (engl. Analysis)

  3. Entwurf (UML, etc.) (engl. Design)

  4. Implementierung (engl. Coding)

  5. Testen (engl. Testing)

  6. Auslieferung und Wartung (engl. Maintenance)

Die Phasen werden sequentiell abgearbeitet und in Meilensteinsitzungen am Phasenende mit entsprechenden Dokumenten verabschiedet.

Dieses Vorgehensweise ist bei öffentlichen Aufträgen in Deutschland vorgeschrieben, da i.d.R. drei Angebote über den Gesamtumfang der Arbeiten vor der Auftragsvergabe eingeholt werden müssen.


Vorteile

Nachteile

  • Hohe Effizienz nur bei stabilen Anforderungen, dann klare Abschät­zung der Kosten und des Umfangs

  • Endgültige Festlegung zu Projektbeginn, später „Return of Investment“ führt häufig dazu, dass sich die Anforde­rungen in der Zwischenzeit geändert haben können

  • Späte Änderungen erfordern erneutes Durchlaufen ein­zelner Phasen

  • Phasen lassen häufig nicht klar abgrenzen (Teile des Systems in Planung, andere werden schon implemen­tiert)

  • Rechnungsstellung kann mitunter erst nach Jah­ren erfol­gen


Last modified: Thursday, 16 August 2018, 9:19 AM