Als Reaktion auf die Nachteile der starren sequentiellen Vorgehens­weise des Wasserfallmodells wurden im „Manifesto for Agile Software Development“ von Kent Beck u.a. folgende Thesen propagiert:

„Individuals and interactions over processes and tools
Working software over comprehensive documentation
Customer collaboration over contract negotiation
Responding to change over following a plan“

http://agilemanifesto.org (16.08.2018)

Diese Thesen begründen die sogenannte agile Software-Entwicklung (iterative Vorgehensweise):

Agile Software-Entwicklung

Abbildung 2: Agiler Prozess ist iterativ mit kurzen Durchlaufzeiten

Möglichst unbürokratisch werden die Kernanforde­rung des Kun­den mit funk­tionierender Software er­füllt. Danach wird ite­rativ mit dem Kunden die nächste wichtige Anforde­rung (die sich zwischen­zeitlich schon geändert ha­ben kann) bedient. Die Rech­nungsstellung kann nach jedem Durchlauf er­folgen.

Jede Iteration erweitert nicht nur die Codebasis, sondern macht auch Code­änderungen notwendig. Um diese Refactorings durchführen zu können, ist jederzeit optimales Softwaredesign und hohe Softwarequalität Voraussetzung. Werden Änderungen notwendig, so müssen diese unmittelbar vorgenom­men werden, um dem Anwachsen einer technischen Schuld zu begegnen. Dabei sind Einfachheit und Komponententests Pflicht.



Last modified: Thursday, 16 August 2018, 2:19 PM